Wohnen in der Genossenschaft

Die WOGENO München eG errichtet genossenschaftlichen Wohnungsbau von ca. 8.000 m2 Geschossfläche für etwa 80 Wohneinheiten. Etwa 20 % der Gesamtwohnfläche werden im „München-Modell Genossenschaften“ erstellt, weitere 20 % entsprechend der einkommensorientierten Förderung (EOF). Die anderen Wohnungen werden frei finanziert, sind aber im Rahmen des genossenschaftlichen Kostenmietprinzips ebenfalls dauerhaft gebunden.

Vielfalt statt Einfalt

Die Bedürfnisse verschiedenster Bewohner, von Kindern, Jugendlichen und älteren Menschen werden berücksichtigt. Die Planung ermöglicht eine breite Vielfalt an Wohnungen für unterschiedliche Haushaltsgrößen und Lebensstile. Besonders Ansprüchen von Familien mit Kindern und dem dauerhaft selbstbestimmten Leben von Seniorinnen und Senioren soll Rechnung getragen werden. Barrierefreiheit kommt Familien mit Kindern zugute und sorgt für eine lange Bewohnbarkeit der Wohnungen im Alter. Die Möglichkeit in den eigenen vier Wänden zu bleiben, auch wenn die Lebensumstände sich verändern, ist für viele Menschen nicht nur größter Wunsch, sondern auch soziale Sicherheit.
Eine hohe Flexibilität der Wohnungen, die eine nachhaltige und ressourcenschonende Nutzbarkeit erlaubt, wird wo möglich durch hierarchiefreie Räume erreicht. Koppelbare Wohnungen könnten beispielsweise eine Anpassung der Wohnungsgrößen an künftige, heute noch nicht nachgefragte Wohnformen und Nutzungstypen auf wirtschaftliche Weise vorbereiten.

Gemeinschaft statt Vereinzelung

Gemeinschaft muss gelebt werden. Am Mehrgenerationenplatz Forstenried werden die Bewohner zu ihren eigenen Wohnungen einen Gemeinschaftsraum im Erdgeschoss am zentralen Treppenhaus haben. In diesem verlängerten Wohnzimmer können die Bewohner Geburtstage feiern, Anteil haben an dem gesellschaftlichen Treiben auf dem Mehrgenerationenplatz oder auch Angebote für die Nachbarschaft vorschlagen. Neben zwei Dachterrassen, einem kleinen Aussichtsnest auf dem 5. OG, zwei Gästeappartements runden ein kleinerer Gemeinschaftsraum direkt an der Dachterrasse das vielfältige Gemeinschaftsangebot ab.
Die künftigen Bewohner bringen sich in einem moderierten Beteiligungsverfahren in die Entwicklung der Wohnungen ein. Durch das Beteiligungsverfahren können die Interessen und Bedürfnisse  der neuen Bewohner frühzeitig in den Planungsprozess eingebunden werden. Das bildet eine überdurchschnittliche Identifikation mit dem Projekt aus, über alle Schichten und Lebensphasen hinweg.

Wohngemeinschaft für Kinder und Jugendliche

Im Nordteil der Wohnbebauung, am zentralen Eingang zum Mehrgenerationenplatz gelegen, wird eine Jugendwohngemeinschaft erstellt. Der Bereich soll bis zu 20 Kindern und Jugendlichen in zwei Einheiten die Möglichkeit geben, auf Zeit, d.h. bis zu Rückkehr in das Elternhaus oder bis zu einem Auszug in die Selbständigkeit, in einem geborgenen und familiären Umfeld aufzuwachsen, zu leben und zu lernen. Der Bereich für das Jugendwohnen wird so konzipiert, dass er auch für andere genossenschaftliche Wohnnutzungen Verwendung finden kann. Die Kinder- und Jugend-WG wird vom heilpädagogisch-psychotherapeutischen Kinder- und Jugendhilfe e.V. (hpkj) betreut.

Wohngemeinschaft für Sehbehinderte

Ebenfalls im Nordteil des Hauses wird mit der Südbayerischen Wohn- und Werkstätten
für Blinde und Sehbehinderte gGmbH (SWW) ein weiterer sozialer Akteur seine Heimat finden. Der SWW wird dort 2 betreute Wohngemeinschaften für Sehbehinderte betreiben und damit das soziale Leben am Mehrgenerationenplatz Forstenried um einen weiteren Aspekt bereichern.